Nach dem Elfmeter-Sieg gegen Deutschland hat Paraguay einen nationalen Feiertag ausgerufen.

Stell dir vor, dein Land gewinnt ein wichtiges Fußballspiel gegen einen vierfachen Weltmeister – und dann ruft der Präsident einfach einen Feiertag aus! Genau das ist in Paraguay passiert, nachdem ihre Mannschaft Deutschland im Elfmeterschießen mit 4:3 besiegt hat. Zehntausende Menschen sind in die Hauptstadt Asunción geströmt, haben rot-weiße Trikots getragen und ausgelassen gefeiert. Präsident Santiago Peña schrieb auf Social Media: "Paraguay gibt niemals auf!" und sprach von einer "ungeheuren Freude".

Für Paraguay war das ein riesiger Moment, denn das Land war seit 16 Jahren nicht mehr bei einer Fußball-WM dabei. Beim letzten Aufeinandertreffen mit Deutschland im Jahr 2002 waren sie noch aus dem Turnier geflogen. Diesmal hat die "Albirroja", so wird das Team genannt, Geschichte geschrieben. Zeitungen sprachen von einer "Heldentat" und einer "weltweiten Überraschung". Besonders emotional wurde es bei Stürmer Julio Enciso, der den Ausgleich erzielte und unter Tränen seinem verstorbenen Opa widmete: "Ich erinnere mich noch gut daran, wie er auf mich gezeigt und mir gesagt hat, dass ich eines Tages hier stehen würde." Auch Torhüter Orlando Gill dachte nach seinen gehaltenen Elfmetern an seinen schwer kranken Neffen und widmete ihm seine Auszeichnung. Trainer Gustavo Alfaro fand klare Worte für sein Team: "Für mich sind 26 Kämpfer angetreten und als Legenden hervorgegangen." Fußball kann eben Momente schaffen, die ein ganzes Land zusammenbringen.