Der Chef der Österreichischen Post, Walter Oblin, hat sich gegen eine geplante Steuer von 2 Euro pro Paket ausgesprochen, die ab Oktober gelten soll.

Stell dir vor, du bestellst etwas im Internet und zahlst bald zwei Euro extra pro Paket. Genau das plant die österreichische Regierung ab Oktober. Walter Oblin, der Chef der Post, sagt: Das ist keine gute Idee. Er meint, davon wären nicht nur große ausländische Shops betroffen, sondern auch österreichische Firmen, die ihre Sachen online verkaufen.

Die Post erwartet, dass im zweiten Halbjahr 2026 weniger Pakete verschickt werden. Wie viel weniger, ist laut Oblin schwer zu sagen. Er tippt auf einen Rückgang im hohen einstelligen Prozentbereich. Zusätzlich fällt ab Juli die Zollbefreiung für Pakete unter 150 Euro aus Ländern außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums weg, was die Sache noch komplizierter macht.

Oblin fordert deshalb, dass das alte Postgesetz aus dem Jahr 2009 endlich modernisiert wird. Es schreibt der Post vor, 1.650 Poststellen im Land zu betreiben, auch dort, wo es sich nicht mehr lohnt. Private Zusteller müssten das nicht und könnten sich die profitablen Gebiete aussuchen, was für die Post ein Nachteil sei.