Die Chefin des ORF, Ingrid Thurnher, hat gewarnt, dass der Sender noch viel mehr Geld einsparen muss als bisher – und dass du das als Zuseherin oder Zuseher merken wirst.

Was ist passiert? Der ORF steht unter starkem finanziellen Druck. Zurzeit muss der Sender schon ein Sparpaket stemmen. Jetzt wird über ein weiteres Sparpaket diskutiert – es geht um 80 bis 90 Millionen Euro pro Jahr. ORF-Chefin Ingrid Thurnher sagt, diese Summe und die kurze Zeit, in der gespart werden soll, seien so heftig, dass sie „an den Grundfesten rüttelt“. Das bedeutet, es könnte das ganze System ORF ins Wanken bringen. Sie warnt: „Das Publikum wird es spüren.“ Das heißt, du könntest Veränderungen im Programm bemerken, weil weniger Geld für Sendungen da ist.

Wer hilft und sucht nach Lösungen? Die ORF-Führung und der Stiftungsrat, eine Art Aufsichtsrat, arbeiten daran, die Finanzierung zu sichern. Der Vorsitzende Heinz Lederer sagt, alle Bereiche müssten fair belastet werden. Er hat auch erklärt, dass der ORF notfalls rechtliche Schritte prüfen kann, wenn der öffentlich-rechtliche Auftrag – also die Aufgabe, dich unabhängig zu informieren – in Gefahr ist. Gleichzeitig betont Thurnher, dass unabhängige und hochwertige Information für sie tabu ist und nicht angetastet werden darf. Auch bei internen Problemen, wie Vorwürfen gegen eine Führungskraft bei ORF III, wird genau hingeschaut. Thurnher verspricht: Wenn es Fehlverhalten gab, „gibt es Konsequenzen“.