Am Wiener Eislaufverein wurde die Oper „Carmen" von Georges Bizet aufgeführt – mit einem lustigen Trick, damit alle das Stück verstehen.
Stell dir vor, du gehst in die Oper und ein Mann in altem Komponisten-Outfit steht auf der Bühne und erklärt dir, was gleich passiert. Genau das macht dieses Jahr der Wiener Opernsommer mit dem berühmten Stück „Carmen". Die Bühne steht draußen, direkt am Eislaufverein in Wien – mit Blumenkübeln, einem Brunnen und bunten Bildern von Stierkämpfen. Die wichtigste Sängerin ist Isabel Leonard als Carmen, und ein ganzes Orchester (das Wiener Kammerorchester) spielt unter dem Dirigenten Joji Hattori, der das Festival vor drei Jahren gegründet hat.
Die Kritikerin, die sich die Vorstellung angeschaut hat, fand die Idee mit dem erfundenen Komponisten aber nicht so gut. Immer wenn er auftaucht, verrät er schon, was als Nächstes passiert – zum Beispiel kündigt er an: „Jetzt wird Carmen die berühmte Habanera singen." Damit ist die Spannung natürlich weg. Die Sängerinnen und Sänger selbst werden aber gelobt, vor allem Gabriela Hrženjak als Micaëla und Dumitru Mitu als Don José.
