Weil sich die USA und der Iran nach einem langen Konflikt annähern, sinken die Ölpreise weltweit deutlich.
Was ist passiert? Seit Ende Februar gab es einen Konflikt zwischen den USA und dem Iran, der den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus stark behindert hat. Durch diese Meerenge fließt ein großer Teil des weltweiten Öls. Wegen der Kämpfe war der Transport blockiert, und der Ölpreis stieg zeitweise auf über 120 Dollar pro Fass. Jetzt haben die USA und der Iran ein Rahmenabkommen unterzeichnet. Der Schiffsverkehr normalisiert sich, und deshalb ist der Preis für ein Fass Brent erstmals seit Kriegsbeginn unter 75 Dollar gefallen – ein Minus von rund 40 Prozent gegenüber dem Höchststand.
Wer hilft? Diplomatinnen und Diplomaten aus den USA und dem Iran verhandeln über ein umfassendes Abkommen, um die Energieversorgung langfristig zu sichern. Internationale Organisationen wie die Internationale Seeschifffahrtsorganisation (IMO) geben Sicherheitsgarantien, damit wieder Hunderte Schiffe die Meerenge passieren dürfen. Analysten wie Thu Lan Nguyen von der Commerzbank oder Thomas Benedix von Union Investment beobachten den Markt genau und erklären, wie schnell sich Lieferketten wieder normalisieren können.
