Der Mobilfunkanbieter O2 Telefónica will in Deutschland rund 1.100 Vollzeitstellen streichen und bietet Beschäftigten Abfindungen an.

Was ist passiert? Der Telekommunikationsanbieter O2 Telefónica hat angekündigt, in Deutschland etwa jede sechste Stelle abzubauen. Insgesamt sollen bis Ende 2025 rund 1.100 Vollzeitstellen wegfallen. Das Unternehmen sagt, das sei nötig, damit O2 auch in Zukunft gut aufgestellt ist. Vor allem Callcenter und der Vertrieb sind betroffen. Außerdem sollen 60 der rund 800 eigenen O2-Shops schließen. Das Netz bleibt aber normal – O2 gehört zu den großen drei Mobilfunkanbietern in Deutschland.

Wer hilft? Die Stellen sollen nicht einfach gestrichen werden. O2 bietet Abfindungen und andere Angebote, damit Beschäftigte freiwillig gehen. Das bedeutet: Wer nicht gehen will, muss in der Regel nicht sofort gehen, sondern kann sich für einen Wechsel entscheiden. Für Leute, die bleiben, will O2 Abläufe vereinfachen und stärker Künstliche Intelligenz einsetzen, also Computerprogramme, die Aufgaben übernehmen, die vorher Menschen gemacht haben. Der Konzern plant außerdem, die Kosten bis 2028 um rund 185 Millionen Euro pro Jahr zu senken.

Was kannst du tun? Wenn du O2-Kundin oder O2-Kunde bist, ändert sich für dich erstmal nichts direkt: Netz, Tarife und Verträge laufen weiter. Wenn du selbst im Mobilfunkbereich arbeiten willst oder dort jobbst, ist O2 allerdings einer von drei großen Arbeitgebern in Deutschland – neben Telekom und Vodafone. Es lohnt sich also, die Branche im Blick zu behalten: Sie verändert sich gerade durch mehr Automatisierung und KI. Wer wissen will, wie die Netze im Vergleich abschneiden, kann sich die Zahlen der Bundesnetzagentur anschauen – dort wird gemessen, wie gut das 4G- und 5G-Netz in Deutschland ausgebaut ist.