In Karlsruhe hat die Bundesanwaltschaft Anklage gegen einen Ukrainer erhoben, der die Sprengung der Ostsee-Pipelines angeführt haben soll.

Was ist passiert? Im September 2022 sind mehrere Teile der Nord-Stream-Pipelines in der Ostsee gesprengt worden. Diese Pipelines sollten Gas von Russland nach Deutschland transportieren. Jetzt, fast vier Jahre später, hat die Bundesanwaltschaft – das ist die oberste deutsche Strafverfolgungsbehörde – Anklage gegen einen Mann namens Serhii K. erhoben. Er soll der Anführer des Sabotage-Teams gewesen sein. Ihm wird unter anderem vorgeworfen, eine Explosion ausgelöst und wichtige Versorgungsleitungen zerstört zu haben. Ein Gericht in Hamburg muss nun entscheiden, ob es tatsächlich zu einem Prozess kommt.

Wer hilft jetzt? Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe und das Oberlandesgericht in Hamburg kümmern sich um den Fall. Die Verteidiger von Serhii K. – darunter eine Berliner Kanzlei und ein italienischer Anwalt – haben gesagt, dass sie zuversichtlich sind und eine Verurteilung für unwahrscheinlich halten. Auch die italienische Justiz hat bei der Festnahme in Italien geholfen, und internationale Medien, darunter ARD, Süddeutsche Zeitung und Die Zeit, haben den Fall über Jahre begleitet. So soll am Ende herauskommen, was wirklich passiert ist und wer dafür Verantwortung trägt.