Die österreichische Autorin Johanna Sebauer bringt einen neuen Roman heraus, in dem ein Mann seinem eigenen älteren Ich begegnet.

Stell dir vor, du gehst abends einkaufen und triffst plötzlich dich selbst – nur älter und irgendwie anders. Genau das passiert Hendrik in dem neuen Roman „Popóm" von Johanna Sebauer. Hendrik ist ungefähr 30, arbeitet als Werbetexter und steckt in einer Krise: Job, Beziehung, alles wackelt. Dann steht sein älteres Double vor ihm, und ab da wird die Geschichte richtig schräg.

Das Motiv, dass jemand seinem Doppelgänger begegnet, ist uralt und kommt ursprünglich aus der Romantik. Sebauer peppt es mit Popkultur, Werbe-Welt und einer Prise schwarzem Humor auf. Tante Karin taucht im Buch auf und wird zu einer Art heimlichen Heldin, die Hendriks Leben gehörig durcheinanderwirbelt.

Im Roman fällt der Satz: „Klingt wie eine Liebesgeschichte. Eine räudige." Damit ist gemeint: schief, verhuscht, aber trotzdem irgendwie berührend. Die Autorin spielt außerdem auf berühmte Werke an – etwa auf Dostojewski und auf ein berühmtes Bild von René Magritte mit einer Pfeife.