US-Präsident Donald Trump hat einen neuen Mann an die Spitze der US-Geheimdienste gesetzt – einen erfahrenen Juristen namens Jay Clayton.

Du hast bestimmt schon mal von der CIA oder der NSA gehört. In den USA gibt es 18 solcher Geheimdienste, und eine Person koordiniert sie alle: den Director of National Intelligence. Diesen Posten hat Trump jetzt mit Jay Clayton besetzt. Clayton ist 59 Jahre alt und war vorher unter anderem Chef der US-Börsenaufsicht SEC und arbeitet derzeit als Bundesstaatsanwalt in New York.

Eigentlich hatte Trump einen anderen Kandidaten im Sinn: Bill Pulte, 38, der bisher eine Behörde für Immobilienkredite geleitet hat. Doch Pulte hat keine Erfahrung mit Geheimdiensten, und viele Politiker aus beiden Parteien fanden die Idee nicht gut. Medien hatten ihn sogar „Trumps Kampfhund“ genannt, weil er dem Präsidenten beim Angriff auf politische Gegner half. Deshalb fiel die Wahl nun auf Clayton.

Was passiert jetzt? Der US-Senat muss Clayton noch offiziell bestätigen, bevor er den Job dauerhaft antreten kann. Trump hat den Senat aufgefordert, das „so bald wie möglich“ zu tun. Gleichzeitig hat das US-Repräsentantenhaus gerade gegen eine Verlängerung von Überwachungsbefugnissen gestimmt – sogar 19 Republikaner haben dabei gegen ihren eigenen Präsidenten votiert. Clayton muss also in unruhigen Zeiten anfangen.