Österreich bekommt ab Jänner einen einheitlichen Strafenkatalog für Verkehrsverstöße – viele Strafen steigen deutlich.
Stell dir vor, du fährst in eine Kreuzung, obwohl die Ampel gerade gelb war – das kostet dich bald 70 Euro. Wer das Stoppschild nicht richtig beachtet, zahlt ebenfalls 70 Euro. Und wer seine Parkscheibe in der Kurzparkzone vergisst, lässt 60 Euro liegen. Das steht im neuen Verkehrsstrafenkatalog, den das österreichische Verkehrsministerium diese Woche veröffentlicht hat. Er gilt ab dem 1. Jänner in allen Bundesländern gleich.
Bisher war es so, dass die Strafen je nach Bundesland unterschiedlich hoch waren. Das ändert sich jetzt: Alle Bundesländer nehmen die höchsten Beträge, die es bisher irgendwo gab – und das gilt dann überall. Dadurch steigen die Strafen im Durchschnitt um 50 Prozent, sagt der ÖAMTC, der größte Autofahrerclub in Österreich. Der ÖAMTC findet es gut, dass es endlich eine einheitliche Liste gibt, kritisiert aber, dass die Erhöhungen über der Inflationsrate liegen.
