Der Chef für Außenwirtschaft der Deutschen Industrie- und Handelskammer fordert, dass Deutschland und die EU künftig mit mehr Ländern Handel treiben.
Volker Treier von der DIHK hat im Radio gesagt: Der Zolldeal zwischen der EU und den USA bringt zwar einerseits Nachteile, sorgt aber erst einmal für Ruhe. Die EU nimmt dafür hohe Zölle in Kauf – also Strafgebühren, wenn Waren in die USA verkauft werden. Trotzdem lohnt sich der Deal aus seiner Sicht, weil die Alternative ein noch schlimmerer Streit gewesen wäre. Viele freuen sich, dass die Unsicherheit für Firmen damit erstmal vorbei ist.
Treier glaubt, dass Europa jetzt aufwachen muss. Ohne den Druck aus den USA wären wichtige Handelsabkommen mit Indien, Indonesien und Australien gar nicht erst verhandelt worden. Das sind riesige Länder in Asien und Ozeanien, in denen deutsche Firmen viel verkaufen könnten. Treier sagt: „Wir müssen mit anderen Partnern weltweit versuchen, stärker in Verbindung zu treten."
