Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu sagt privat, dass er kaum noch mitbestimmen kann, was US-Präsident Trump im Krieg mit dem Iran entscheidet.

Was passiert ist: Der Krieg gegen den Iran begann vor drei Monaten mit Bombenangriffen der USA und Israels. Seitdem versuchen die USA und der Iran über Pakistan eine Friedenslösung zu finden – Israel ist dabei außen vor. Netanjahu beschwerte sich bei Vertrauten: Israel habe „derzeit keine Möglichkeit, den Präsidenten zu beeinflussen“. Gleichzeitig erlaubt Trump Israel, sich aus seiner Sicht selbst zu verteidigen – auch im Libanon, wo immer wieder Kämpfe aufflammen.

Wer hilft: Pakistan vermittelt die Gespräche zwischen den USA und dem Iran. Es gibt eine vorläufige Rahmenvereinbarung für 60 Tage, um den Krieg zu beenden oder die Waffenruhe zu verlängern. Mehrere große Länder im Nahen Osten und Asien werden von Trump gedrängt, ebenfalls Friedensabkommen (die sogenannten Abraham-Abkommen) zu unterschreiben. Auch die Straße von Hormus, eine wichtige Schifffahrtsroute für Öl aus der Region, soll schnell wieder sicher passierbar sein.