Der Mitgründer der österreichischen Partei Neos, Veit Dengler, wurde aus der Fraktion geworfen – jetzt redet er offen über den Streit.
Veit Dengler hat die Neos vor rund 14 Jahren selbst mit aufgebaut. Damals, 2012, stand er zusammen mit Matthias Strolz und Beate Meinl-Reisinger am Anfang. Heute ist er 57, kommt aus Graz und arbeitet als Manager. Im November 2025 forderte er, dass Österreich der NATO beitreten soll – danach musste er seinen Job als außenpolitischer Sprecher der Neos abgeben. Jetzt, im Juli 2026, wurde er ganz aus der Partei ausgeschlossen. Der Grund: Er hat eine interne Sitzung mit dem Handy aufgenommen. Die Partei sagt, er habe gegen die Regeln der Fraktion verstoßen.
Im Interview erzählt Dengler, dass er schon länger Probleme mit der Parteichefin Beate Meinl-Reisinger hatte. Er findet, dass sie zu wenig auf andere hört und die Partei zu autoritär führt. Außerdem stört ihn, wie viel Geld österreichische Parteien bekommen: mindestens 340 Millionen Euro im Jahr – das sei fünfmal so viel wie im Durchschnitt in Europa. Er wollte die Summe halbieren, hat im Parlament aber trotzdem für eine Erhöhung gestimmt, was er heute bereut.
