Die NATO ersetzt ihre alten Aufklärungsflugzeuge in Deutschland durch neue Maschinen aus Kanada, die mit Technik aus Schweden ausgestattet sind.
Die NATO hat in den letzten Jahrzehnten Awacs-Flugzeuge genutzt, das sind spezielle Flugzeuge mit einem großen Radar oben drauf. Damit konnte das Militär aus der Luft beobachten, was am Boden, auf dem Meer und in der Luft passiert. Diese Flugzeuge sind rund 40 Jahre alt und müssen nun ersetzt werden. Eigentlich hatte die NATO neue Flugzeuge aus den USA kaufen wollen, doch die US-Regierung ist im letzten Sommer aus dem Programm ausgestiegen. Jetzt kommen Flugzeuge vom kanadischen Hersteller Bombardier zum Einsatz.
Diese neuen Flugzeuge bekommen ein modernes Aufklärungs-System namens GlobalEye, das vom schwedischen Rüstungskonzern Saab entwickelt wurde. Das System kann Drohnenschwärme, Raketen und andere Flugobjekte gleichzeitig aus großer Entfernung erkennen und verfolgen. Es schickt die gesammelten Informationen in Echtzeit an Truppen am Boden, auf See oder in der Luft. Damit haben die Streitkräfte einen viel besseren Überblick über das Geschehen. Die NATO nutzt diese Technik vor allem, um den Luftraum in Osteuropa zu überwachen.
Die wichtigste Basis der Flotte bleibt der NATO-Flugplatz Geilenkirchen bei Aachen in Nordrhein-Westfalen. Deutschland wird einen großen Teil der Kosten von mehreren Milliarden Euro tragen, weil das Programm auf deutschem Boden läuft. Wenn du dich für Technik, internationale Politik oder die Frage interessierst, wie moderne Kriege und Konflikte überwacht werden, zeigt dir diese Entscheidung, wie Aufrüstung in Europa gerade abläuft. So kannst du besser verstehen, welche Rolle dein Land in der NATO spielt.
