Vor der Küste Islands haben britische Kampfjets ein russisches Militärflugzeug abgefangen, das zu nah an einen britischen Flugzeugträger geflogen war.
Was ist passiert? Vor der Insel Island im Nordatlantik ist ein russisches Militärflugzeug vom Typ Tupolew sehr nah an den britischen Flugzeugträger HMS Prince of Wales herangeflogen. Die russische Maschine warf mehrere Sonarbojen ins Wasser – das sind kleine Geräte mit Unterwassermikrofonen, mit denen man U-Boote aufspüren kann. Weil das Flugzeug sich so ungewöhnlich verhielt und nicht auf Funksprüche reagierte, schickte die Besatzung des Flugzeugträgers zwei F-35-Kampfjets los. Diese begleiteten die russische Maschine, bis sie wieder wegflog. Das britische Verteidigungsministerium nannte das Verhalten 'gefährlich und unprofessionell'.
Wer hilft? Die Nato-Mission 'Arctic Sentry' soll dafür sorgen, dass solche Situationen unter Kontrolle bleiben. An der Mission sind viele Nato-Länder beteiligt, auch Deutschland mit Eurofighter-Kampfjets. Großbritannien schickt seinen großen Flugzeugträger HMS Prince of Wales mit weiteren Schiffen und Hubschraubern in den hohen Norden, um Präsenz zu zeigen. Regierungen können über Diplomatie und internationale Kanäle miteinander sprechen, um Missverständnisse zu klären und größere Konflikte zu verhindern. Soldaten und Pilotinnen werden speziell dafür ausgebildet, in solchen angespannten Momenten ruhig und besonnen zu handeln.
