Am 7. und 8. Juli 2026 treffen sich die Staatschefs der NATO in Ankara, und die Türkei will dort eine größere Rolle spielen als je zuvor.
Was ist passiert? In der türkischen Hauptstadt Ankara findet ein großer NATO-Gipfel statt. Die Türkei ist seit 1952 Mitglied der NATO und hat nach den USA die meisten Soldaten im Bündnis, etwa eine halbe Million. Außerdem gibt sie viel Geld für ihre Armee aus, im letzten Jahr mehr als 30 Milliarden US-Dollar. Die Regierung sagt: Wir liegen zwischen Europa, Asien und dem Nahen Osten und sind deshalb extrem wichtig für die Sicherheit der Region. Deshalb will sie, dass die NATO ihre Themen – zum Beispiel Krisen rund um das Schwarze Meer oder im Nahen Osten – stärker beachtet.
Wer hilft? Die Türkei hat sich als Vermittlerin zwischen der Ukraine und Russland angeboten. In Istanbul fanden schon direkte Treffen zwischen beiden Seiten statt. Außerdem arbeitet die Türkei mit Ländern wie Katar, Bahrain, Kuwait und den Vereinigten Arabischen Emiraten in einem Programm zusammen, das die Sicherheit im Nahen Osten verbessern soll. NATO-Generalsekretär Mark Rutte sagte im türkischen Fernsehen, dass die türkische Armee stark und gut ausgebildet sei. Auch Burak Yildirim, ein Experte für Sicherheit an der Galatasaray-Universität, erklärte, dass türkische Jets und Drohnen im Baltikum patrouillieren und die Türkei bei Manövern in Deutschland eine wichtige Rolle gespielt hat.
