Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hat Spitzenleute aus der Musikbranche ins Kanzleramt eingeladen, um über faire Bezahlung beim Streamen zu reden.
Stell dir vor, dein Lieblingssong läuft millionenfach auf Spotify – und die Musikerin dahinter bekommt davon fast nichts. Genau das werfen viele Künstlerinnen und Künstler den großen Streaming-Plattformen seit Jahren vor. Bei einem Treffen im Kanzleramt in Berlin wollte Weimer jetzt erreichen, dass sich daran etwas ändert.
In einer Umfrage der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien (BKM) unter 3.000 Musikerinnen und Musikern sagten drei von vier: Sie sind unzufrieden mit dem Geld, das sie durch Streaming bekommen. Deshalb forderten Verbände schon im Sommer eine Art Extra-Abgabe auf die Plattformen.
Weimer lud deshalb Künstler, Plattenfirmen und Anbieter wie Spotify, YouTube und Amazon an einen Tisch. Das Treffen endete mit einer Absichtserklärung und einer neuen "Task Force" – einer Arbeitsgruppe also, die unter Leitung der BKM nach Lösungen suchen soll. Verbindliche Regeln, also echte Gesetze oder neue Pflicht-Abgaben, wurden aber noch nicht beschlossen.
