Schwere Gewitter haben am Montagabend in Tirol mehrere Muren ausgelöst und unter anderem einen Linienbus im Stanzertal erfasst, dessen Insassen aber unverletzt blieben.

Am Montagabend hat es in Teilen Tirols sehr stark geregnet und Gewitter gegeben. Dadurch sind an mehreren Stellen Muren – also Schlamm- und Gesteinslawinen – abgegangen. Eine besonders heikle Situation gab es zwischen Flirsch und Pettneu am Arlberg: Dort hat eine große Mure einen Linienbus auf der Straße mitgerissen. Im Bus saßen vier Personen: der Fahrer, eine Frau, ein Mann und ein 14-jähriges Mädchen. Die Mure hat die Straße auf 80 Metern Länge bis zu eineinhalb Meter hoch mit Schlamm bedeckt.

Zum Glück sind alle vier Insassen wohlauf. Die Feuerwehrleute mussten sie aber aus dem Bus befreien, weil sie es alleine nicht mehr herausschafften. Auch Bürgermeister Christian Kalsberger aus dem Kaunertal hat berichtet, dass die Aufräumarbeiten gut vorangehen. Im Kaunertal hat es schon am Sonntag drei Muren auf die Gletscherstraße gegeben, deshalb waren Straßen teils weggespült und der Strom ausgefallen. Rund 250 Tagesausflugsgäste, die im hinteren Kaunertal festsaßen, wurden am Montag mit Hubschraubern der Polizei und des Bundesheeres ausgeflogen, dazu kamen ein Tankwagen und Erkundungsflüge mit Expertinnen und Experten für Geologie und Lawinenverbauung.