Der CDU-Spitzenkandidat in Mecklenburg-Vorpommern, Daniel Peters, bringt eine Minderheitsregierung ins Gespräch, falls seine Partei am 20. September nicht mit anderen Demokraten koalieren kann.
Bei einer Landtagswahl wählen Menschen in einem Bundesland ein neues Parlament. In Mecklenburg-Vorpommern findet diese Wahl am 20. September statt. In Umfragen liegt die CDU aktuell nur bei zehn Prozent und damit deutlich hinter der AfD, der SPD und der Linken. Für die CDU bedeutet das: Sie kann nur dann mitregieren, wenn sie einen Partner findet, mit dem sie zusammen mehr als die Hälfte der Sitze im Landtag hat.
In Skandinavien, zum Beispiel in Schweden oder Dänemark, gibt es schon lange sogenannte Minderheitsregierungen. Das bedeutet: Eine Partei stellt die Regierungschefin oder den Regierungschef, hat aber nicht genug eigene Stimmen im Parlament. Deshalb muss sie für jedes Projekt einzelne Abgeordnete aus anderen Parteien überzeugen, mitzustimmen. Peters sagt, dieses Modell werde dort „unaufgeregt", also ohne großes Drama, genutzt.
