Microsoft hat einen neuen Quantenchip namens Majorana 2 vorgestellt und behauptet, er sei viel zuverlässiger als ältere Modelle. Wissenschaftler sind sich aber noch nicht einig, ob das wirklich stimmt.
Was ist passiert? Microsoft hat am Dienstag seinen neuen Quantenchip Majorana 2 gezeigt. Das Besondere: Statt Aluminium wird jetzt Blei als Material für die winzigen Strombahnen benutzt. Außerdem wurde der Chip mit Hilfe einer speziellen KI verbessert, die Messungen automatisiert und Fehler findet. Microsoft sagt, die Qubits – die kleinsten Recheneinheiten im Quantencomputer – halten im Schnitt etwa 20 Sekunden, bei manchen sogar eine Minute. Das klingt kurz, ist aber bei Quantencomputern extrem lang, denn andere Chips schaffen oft nur Mikrosekunden.
Was steckt hinter „topologischen Qubits“? Normalerweise sind Qubits sehr empfindlich und machen schnell Fehler. Microsoft setzt auf eine besondere Variante, die Tetrons heißt. Sie soll Störungen aus der Umgebung besser ignorieren können. Grundlegende Rechenoperationen funktionieren bei diesem Chip über Messungen, die entweder 0 oder 1 ergeben.
