Der belgische Sprinter Tim Merlier hat zum dritten Mal eine Etappe der Tour de France gewonnen und sich damit den Titel des Sprintkönigs gesichert.

Die 12. Etappe ging über 179,1 Kilometer von Magny-Cours nach Chalon-sur-Saône. Kurz vor dem Ziel kam es zu einem schweren Sturz im Hauptfeld. Max Kanter aus Deutschland landete auf Platz sieben und war damit der beste deutsche Fahrer des Tages. Er sagte im Interview: „Der Sturz war zwei, drei Positionen hinter mir. Wir waren vielleicht einen Tick zu früh, aber lieber zu früh als zu spät. Es war eigentlich okay.“

Merlier gewann den Sprint vor dem Niederländer Olav Kooij und dem Belgier Jasper Philipsen. Sein Teamkollege Jasper Stuyven sagte über ihn: „Er ist der Schnellste der Welt.“ Insgesamt hat Merlier nun schon zehn Etappen bei großen Rundfahrten gewonnen, und das erst bei seinem sechsten Start.

Im Gesamtklassement führt weiterhin der Slowene Tadej Pogacar mit über drei Minuten Vorsprung auf den Dänen Jonas Vingegaard. Der deutsche Fahrer Florian Lipowitz liegt auf Rang sechs, 4 Minuten und 44 Sekunden zurück. Lipowitz sorgte mit einem Witz im Fernsehen für Lacher, als er eine Trinkflasche auf ein Zielbrett werfen wollte: „Das ist der Grund, warum ich mit Biathlon aufgehört habe.“