Die Vereinten Nationen haben im Juli 2026 einen starken Anstieg getöteter und verletzter Zivilisten im Ukraine-Krieg festgestellt.
Was ist passiert? Das UN-Menschenrechtsbüro in Genf hat einen neuen Bericht über den Ukraine-Krieg veröffentlicht. Von Januar bis Juni 2026 wurden demnach 1.396 Zivilisten getötet und fast 8.000 verletzt. Der Juni war der tödlichste Monat für die Bevölkerung seit dem Beginn der russischen Invasion im Februar 2022. Besonders dramatisch ist: In frontnahen Gebieten verursachen kleine Drohnen die meisten Opfer. Das sind unbemannte Fluggeräte, die zum Beispiel mit einer Videobrille gesteuert werden und gezielt Menschen oder Autos angreifen können.
Wer hilft? Die UN-Menschenrechtsbeobachtermission in der Ukraine dokumentiert seit Jahren die Lage vor Ort. Ihre Leiterin Danielle Bell ruft alle Konfliktparteien auf, das humanitäre Völkerrecht einzuhalten. Das sind Regeln, die in Kriegen zum Schutz von Zivilisten gelten. Der Sprecher Thameen Al-Kheetan sagte, jeder vorsätzliche Angriff auf Zivilisten sei ein Kriegsverbrechen. Außerdem hat der Internationale Währungsfonds (IWF) rund 690 Millionen US-Dollar an die Ukraine ausgezahlt, damit das Land seine Wirtschaft und Versorgung im Krieg stabil halten kann.
