Nach mehreren großen Kontrollaktionen gegen laute Autos und Raser in Wien erwägt der erste Bezirk, Autos nachts ab 22 Uhr aus Teilen der Innenstadt fernzuhalten.

In Wiens erstem Bezirk hat die Polizei am Wochenende wieder viele Autos kontrolliert – gemeinsam mit verschiedenen Stellen der Stadt. Es war bereits die fünfte große Aktion in kurzer Zeit. Dabei schauten die Beamtinnen und Beamten unter anderem an der Rotenturmstraße, ob die Fahrzeuge zu schnell unterwegs waren, ob sie zu laut waren oder ob an den Autos etwas Technisches verändert worden war, was nicht erlaubt ist. Insgesamt schrieben die Einsatzkräfte 66 Anzeigen und 30 Organmandate, also Strafen, die direkt vor Ort kassiert werden. Fünf Autos mussten zur genauen Prüfung in eine Werkstatt.

Bezirksvorsteher Markus Figl von der ÖVP sagte, das häufige Kontrollieren zeige, dass die Behörden das Problem ernst nehmen. Er kann sich vorstellen, dass ab 22 Uhr weniger Autos durch bestimmte Straßen fahren dürfen – ein sogenanntes Nachtfahrverbot. Das Ziel: weniger Lärm für die Menschen, die dort wohnen, und mehr Sicherheit auf den Straßen. Ob und wie ein solches Verbot wirklich kommt, müssen aber Fachleute der Stadt erst prüfen.