Die Polizei in Niederösterreich hat im Vorjahr 83.560 Anzeigen wegen Verstößen im Lkw-Verkehr ausgestellt – vor allem dank neuer Kontrollsoftware.

Im Jahr 2025 hat die Polizei in Niederösterreich insgesamt 83.560 Anzeigen wegen Verstößen im schweren Güterverkehr ausgestellt. Etwa die Hälfte davon betraf Lenk- und Ruhezeiten – also Regeln, die vorschreiben, wie lange ein Lkw-Fahrer am Stück fahren und wie lange er Pause machen darf. Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) hat sich das bei einem Besuch der Kontrollstelle Wolfsbach im Bezirk Amstetten angeschaut.

Seit 2024 nutzt die Polizei dort eine neue Software. Sie kann Lkw automatisch scannen und prüfen, ob Lenkzeiten überschritten oder Ruhepausen nicht eingehalten wurden. Einzelne Kontrollen dauern mit dem System manchmal länger, sind dafür aber „deutlich treffsicherer“, wie die Polizei mitteilt. Deshalb sind die Anzeigen-Zahlen gestiegen.

Gleichzeitig geht die Zahl der Schlepper-Festnahmen zurück. Auf der Westautobahn (A1) in Niederösterreich gab es seit Jahresbeginn keine einzige Festnahme in diesem Bereich. An der burgenländisch-ungarischen Grenze waren es in der vergangenen Woche nur sechs Festnahmen. Die Polizei führt das auf bessere Zusammenarbeit mit anderen Behörden und stärkere Kontrollen zurück.

Für dich bedeutet das: Wenn du mit dem Auto oder Bus unterwegs bist, kontrolliert die Polizei Lkw-Fahrer strenger. Das soll dafür sorgen, dass übermüdete Fahrerinnen und Fahrer weniger Unfälle verursachen – und dass alle sicherer ans Ziel kommen.