Mehr als 60 000 Menschen, vor allem Kinder, sind in Bangladesch in den letzten Wochen an Masern erkrankt, und mindestens 528 sind daran gestorben.

Was passiert ist: Seit Mitte März ist Bangladesch mit einer sehr schweren Masernepidemie konfrontiert. Das Virus breitet sich schnell aus: Es gibt mehr als 1000 neue Verdachtsfälle pro Tag. Die große Mehrheit der Erkrankten sind Kinder unter fünf Jahren. Viele Kinder litten bereits an Unterernährung, was sie anfälliger für die Krankheit macht. Die Krankenhäuser sind voll, und Eltern müssen manchmal ihr Kind auf dem Boden liegend versorgen, weil keine Betten frei sind.

Wer hilft: Die Regierung von Bangladesch hat Anfang April eine riesige Impfkampagne gestartet, die bereits etwa 18 Millionen Kinder geimpft hat. Alle Krankenhäuser haben spezielle Einheiten zur Isolierung der Kranken eingerichtet. Den betroffenen Kindern wird auch Vitamin A verabreicht, da dies das Sterberisiko senkt. UNICEF und andere Organisationen unterstützen die Bemühungen vor Ort, auch wenn die Mittel begrenzt bleiben. Die UNICEF-Vertreterin zeigte sich dankbar für die Schnelligkeit der Kampagne.