Im Weinviertel hat die Marillenernte begonnen, doch bei einem großen Bauern fehlt rund die Hälfte der Früchte im Vergleich zum letzten Jahr.
Im niederösterreichischen Weinviertel – das ist eine Region, die für ihre Marillen bekannt ist – hat am 19. Juni die Ernte begonnen. Ein Bauer namens Wolfgang Hackl aus Atzelsdorf hat der Zeitung „Kurier" gesagt: „Wir reden schon von mindestens 50 Prozent weniger im Vergleich zum Vorjahr." Das heißt: Von seinen rund 23.000 Marillenbäumen bringt dieser Hof viel weniger Früchte ein als sonst.
Schuld sind die Spätfröste im Frühjahr. Spätfröste sind sehr kalte Nächte, die erst im Frühling auftreten, wenn die Bäume schon blühen. Dabei sind viele Blüten und junge Früchte erfroren – ungefähr die Hälfte der Ernte. Die Marillenbäume tragen zwölf verschiedene Sorten, die zu unterschiedlichen Zeiten reif werden. Dadurch hat der Hof nicht alles auf einmal verloren, aber ein großer Teil ist eben weg.
