Beschäftigte des Autozulieferers Mahle in Stuttgart und Kornwestheim bekommen vorerst weniger Lohn und weniger Boni – im Gegenzug sollen ihre Arbeitsplätze bis Ende 2029 nicht gestrichen werden.

Was ist passiert? Rund 4.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Mahle verzichten auf eine geplante Lohnerhöhung und auf Teile ihres Weihnachts- und Urlaubsgeldes. Eine Sonderzahlung wird in freie Tage umgewandelt. Das Unternehmen, der Betriebsrat und die Gewerkschaft IG Metall haben sich nach Verhandlungen auf diesen Kompromiss geeinigt. Ursprünglich waren sogar Stellenstreichungen geplant – diese sind nun aber vom Tisch.

Wer hilft? Die Tarifverhandlungen wurden von IG Metall und dem Mahle-Gesamtbetriebsrat geführt. Matthias Fuchs von der IG Metall sprach von einem „schmerzhaften, aber verantwortungsvollen Kompromiss“. Der Betriebsratschef Boris Schwürz sagte: „Entscheidend ist, dass Mahle diese Atempause jetzt konsequent nutzt: Wir erwarten Investitionen, Qualifizierung und neue Produkte an den Standorten, damit aus vorübergehenden Beiträgen der Belegschaft keine dauerhaften Verschlechterungen werden.“ Das bedeutet: Jetzt muss das Unternehmen liefern – zum Beispiel mit neuen Produkten und Weiterbildung.