Forschende aus Linz haben mit einer Spezialdrohne im Regenwald Sumatras ein wildes Sumatra-Nashorn entdeckt – eine der seltensten Tierarten der Welt.
Stell dir vor, du fliegst mit einer Drohne über einen riesigen Regenwald und suchst nach einem Tier, von dem es nur noch 30 bis 50 Stück gibt. Genau das hat ein Team von der Johannes Kepler Universität Linz im Mai 2026 in Indonesien gemacht. Im Way-Kambas-Nationalpark auf der Insel Sumatra haben sie ein wildes Sumatra-Nashorn aufgespürt – das erste sichere Zeichen seit Jahren.
Die Technik dahinter heißt Airborne Optical Sectioning, kurz AOS. Dabei macht eine Drohne in rund hundert Metern Flugstrecke etwa tausend Fotos. Ein Computer rechnet diese Bilder so zusammen, als wären sie mit einer riesigen Kameralinse von mehreren Hundert Metern Durchmesser aufgenommen worden. So kann man durch das dichte Blätterdach hindurch bis auf den Waldboden schauen und sogar kleine Wärmesignaturen erkennen, zum Beispiel von Insekten, Fledermäusen oder einem großen Säugetier.
