Vor 80 Jahren wurde in Arizona eine Sängerin geboren, die als erste Frau Stadien füllte und "Königin des Rock" genannt wurde.

Linda Ronstadt kam 1946 in Tucson, im Süden der USA, zur Welt. Sie hatte mexikanische und deutsche Wurzeln. Schon früh liebte sie Musik und zog als junge Frau an die Westküste. Mit der Folk-Band The Stone Poneys startete sie ihre Karriere – und lachte später selbst darüber, wie ungeschliffen sie damals klangen.

In den 1970er Jahren wurde Linda richtig berühmt. Sie füllte als erste Frau ganze Stadien, verkaufte Platten wie am Fließband und bekam den Spitznamen "Königin des Rock". Hits wie "You're No Good" und "Don't Know Much" kennt bis heute fast jeder. Insgesamt brachte sie ungefähr 24 Alben heraus und probierte viele Musikstile aus – von Country über Jazz bis hin zu mexikanischer Mariachi-Musik.

Ihr Privatleben war bunt: Sie war mit berühmten Männern wie dem Schauspieler Steve Martin und dem Regisseur George Lucas zusammen und adoptierte zwei Kinder. Heute lebt sie zurückgezogen in San Francisco. Vor ein paar Jahren wurde sie krank – eine schwere neurologische Krankheit machte das Singen unmöglich. Trotzdem bleibt sie ein Vorbild: Sie zeigte, dass eine Frau im Rock genauso ganz oben stehen kann wie ein Mann.