Über Graz hat jemand mit einem grünen Laserpointer auf ein kleines Trainingsflugzeug gezielt und die Besatzung geblendet.

Es war Samstagabend, kurz nach 22 Uhr. Ein kleines Flugzeug mit drei Personen an Bord war auf dem Weg von Wiener Neustadt nach Graz. Plötzlich traf ein grüner Laserstrahl die Cockpitscheibe. Die Crew wurde mehrfach geblendet, und zwar in etwa 500 Metern Höhe über der Stadt.

Zum Glück blieben alle ruhig. Der Fluglehrer und die beiden Flugschüler ließen sich nicht aus der Ruhe bringen und flogen weiter. Auf dem Flughafen Graz hatte der Pilot vorher noch eine spezielle Übung gemacht: ein sogenanntes Touch-and-go. Dabei setzt das Flugzeug kurz auf der Piste auf und startet sofort wieder. Danach ging es ohne weitere Probleme in Richtung Süden weiter.

Die Flugaufsicht Austro Control hat sofort Anzeige bei der Polizei erstattet. Wer den Laser gehalten hat, weiß man noch nicht. Die Polizei sucht im Grazer Stadtgebiet nach Hinweisen.

In Österreich ist es kein Kavaliersdelikt, ein Flugzeug mit einem Laser anzustrahlen. Im schlimmsten Fall drohen bis zu zehn Jahre Gefängnis. Fachleute warnen: Schon eine kurze Blendung kann Piloten so sehr verwirren, dass sie ihre Instrumente nicht mehr richtig sehen.

Warum ist das für dich wichtig?

Laserpointer sind kein Spielzeug: Wer ein Flugzeug anstrahlt, bringt andere Menschen in echte Gefahr und macht sich strafbar.