Israelische Soldaten haben am Wochenende eine uralte Kreuzfahrerburg im Südlibanon eingenommen, was den Krieg in der Region weiter verschärft.

Stell dir vor, eine Burg aus dem Mittelalter wird plötzlich zum Schauplatz eines modernen Krieges. Genau das ist am Wochenende passiert: Israelische Truppen haben Beaufort Castle erobert, eine Festung aus dem 12. Jahrhundert auf einem Berg im Südlibanon. Die Burg liegt strategisch supergünstig – man kann von dort aus weit ins Land sehen. Es ist das erste Mal seit 25 Jahren, dass israelische Soldaten so tief in den Libanon vorgedrungen sind. Verteidigungsminister Israel Katz postete stolz ein Foto mit einer israelischen Flagge auf der Burg. Gleichzeitig gingen die Kämpfe mit der Hisbollah weiter: Raketen und Drohnen flogen in beide Richtungen, und leider starb ein 21-jähriger israelischer Soldat.

Auch wenn das alles ziemlich beängstigend klingt: Es gibt Menschen und Länder, die gerade versuchen, die Lage zu beruhigen. Frankreich hat zum Beispiel eine Eil-Sitzung des UN-Sicherheitsrats beantragt – das ist eine Art Krisentreffen der wichtigsten Länder der Welt. Frankreichs Außenminister sagte, Israel dürfe sich zwar verteidigen, aber der Vormarsch auf libanesisches Gebiet gehe zu weit. Gleichzeitig verhandeln die USA und der Iran über eine Verlängerung der Waffenruhe um 60 Tage. Das Ziel ist, einen größeren Deal zu machen, der auch das Atomprogramm des Iran friedlich regelt. Noch ist nichts entschieden, aber die Gespräche laufen.