Das österreichische Tech-Unternehmen Kontron rät seinen Aktionären, ein Übernahmeangebot der taiwanischen Firma Ennoconn nicht anzunehmen, weil der Preis zu niedrig ist.
Die Firma Kontron hat ihren Sitz in Linz in Österreich und ist im SDAX an der Börse gelistet. Ennoconn, eine Tochter des weltgrößten Elektronik-Auftragsherstellers Foxconn, will einen Großteil von Kontron kaufen und bietet dafür 23,50 Euro pro Aktie. Kontron findet diesen Preis zu niedrig und sagt: „finanziell nicht angemessen“. Der Preis liegt sogar knapp unter dem Durchschnittspreis der letzten zwölf Monate.
Aktionäre können noch bis zum 27. Juli entscheiden, ob sie ihre Anteile an Ennoconn verkaufen oder lieber behalten wollen. Die Chefs von Kontron (Vorstand und Aufsichtsrat) empfehlen, das Angebot nicht anzunehmen. Auch Analysten von Warburg Research und Jefferies bewerten die Kontron-Aktie weiterhin mit „Buy“, also als kaufenswert – was die Skepsis gegenüber dem niedrigen Preis stützt.
