In Kolumbien ist die Präsidentenwahl entschieden: Der rechte Kandidat Abelardo de la Espriella hat gewonnen, der linke Kandidat Iván Cepeda hat seine Niederlage eingeräumt.

Bei der Stichwahl am Sonntag lag de la Espriella laut erster Schnellauszählung mit rund 250.000 Stimmen vorne. Das sind etwa 0,94 Prozentpunkte mehr als Cepeda. Zuerst hatten Cepeda und der bisherige Präsident Petro eine Nachzählung gefordert. Wenig später sagte Cepeda dann aber: „Ich habe beschlossen, das Ergebnis anzuerkennen." Damit ist die Wahl offiziell entschieden.

Rund 150 Wahlbeobachterinnen und -beobachter der Europäischen Union haben den Wahlprozess begleitet. Sie fanden keine Unregelmäßigkeiten und bezeichneten die Auszählung als „transparent und effizient". Cepeda kündigte an, mit seinen Unterstützern eine „demokratische, wachsame und konstruktive Opposition" zu bilden. Er und sein Team wollen also nicht wegsehen, sondern die Politik des neuen Präsidenten kritisch begleiten.