Eine KI-Firma namens Suno steht unter Verdacht, heimlich Millionen Songs aus dem Internet gesammelt zu haben, um damit ihre Musik-KI zu trainieren.

Was ist passiert? Eine Firma namens Suno baut eine KI, die Musik erzeugen kann. Ein Leak interner Dateien zeigt jetzt: Suno soll massenhaft Songs und Audio von Plattformen wie YouTube Music, Deezer und Genius eingesammelt haben, ohne die Künstler zu fragen. Die geleakten Dateien enthalten sogar Programmcode mit Anleitungen, wie man solche Audio-Daten automatisch herunterlädt. Das wirft die Frage auf: Darf man einfach Lieder aus dem Netz nehmen, um damit eine KI zu trainieren?

Wer hilft, das aufzuklären? Die Recording Industry Association of America, also die große Musikindustrie-Vereinigung in den USA, hat Suno bereits verklagt. Suno sagt, alles sei legal gewesen, weil die Lieder ja öffentlich im Netz standen, und beruft sich auf das US-Prinzip „Fair Use". Gerichte müssen nun entscheiden, was erlaubt ist und was nicht. Auch Medien wie 404 Media und Golem haben den Fall öffentlich gemacht, damit alle mitdiskutieren können.