Ein Forschungsteam aus Heidelberg hat eine KI namens Hetairos entwickelt, die Hirntumore innerhalb weniger Minuten erkennen kann – statt erst nach zwei Wochen wie bisher.
Was ist passiert? Forschende aus Heidelberg haben eine KI mit dem Namen Hetairos gebaut. Sie schaut sich dünne, gefärbte Gewebeschnitte von Tumoren an, die in Krankenhäusern ohnehin jeden Tag hergestellt werden. Aus diesen Bildern erkennt die KI, um welche von 102 verschiedenen Tumorarten es sich handelt. Das Ergebnis kommt in etwa zwölf Minuten – eine DNA-Methylierungsanalyse, der bisher beste Test, braucht dafür rund zwei Wochen.
Wer hilft mit? Das Team um Moritz Gerstung vom Deutschen Krebsforschungszentrum und Felix Sahm von der Heidelberger Medizinischen Fakultät hat Hetairos mit über 11.000 Gewebeproben von 9.606 Patientinnen und Patienten aus elf Ländern trainiert. In Tests war die KI genauer als fünf erfahrene Spezialisten, die Proben unter dem Mikroskop begutachteten. Die Forschenden haben das System so programmiert, dass es im Bild markiert, worauf es seine Entscheidung stützt – so können Ärztinnen und Ärzte das Ergebnis nachvollziehen.
