Immer mehr Leute in Deutschland fragen KI-Chatbots wie ChatGPT um Rat, wenn es in der Liebe oder Partnerschaft klemmt.
Eine Krankenkasse hat im März 2026 herausgefunden: 39 Prozent aller Menschen in Deutschland haben schon mal eine KI zu Beziehungsfragen gefragt. Besonders Männer tun sich dabei leichter: 44 Prozent von ihnen sagen, sie können mit einem Chatbot offener reden als mit ihrer Partnerin oder ihrem Partner. Bei den Frauen sind es 33 Prozent. Viele finden es wohl einfacher, einer Maschine von Problemen zu erzählen, weil sie sich nicht schämen müssen.
Forscherinnen und Therapeuten sehen das mit gemischten Gefühlen. Dana Mahr vom Karlsruher Institut für Technologie sagt, KI sei ein guter Ort, um Gedanken zu sortieren und Formulierungen für schwierige Gespräche zu finden. Aber sie warnt: KI sollte kein Ersatz für echte Freunde oder eine Therapie sein. Freunde kennen dich, haben eigene Erfahrungen und können dir auch mal widersprechen. KI dagegen sagt oft nur, was du hören willst. Bei Anzeichen von Gewalt, Stalking oder Missbrauch muss KI laut Mahr sofort auf professionelle Hilfe hinweisen. Der Paartherapeut Carsten Müller aus Duisburg meint: Für Informationen über intime Themen ist KI okay, aber bei echten Problemen fehlt ihr das Verständnis für Körpersprache und Mimik.
