Der britische Premierminister Keir Starmer tritt als Chef der Labour-Partei zurück, bleibt aber vorerst im Amt, bis ein Nachfolger gefunden ist.

Stell dir vor, du bist Chef einer großen Firma – und plötzlich sagen alle in deinem Team, dass sie dich nicht mehr wollen. Genau das ist Keir Starmer in Großbritannien passiert. Er ist der Premierminister, also der Chef der Regierung, und gehört zur Labour-Partei. Vor dem berühmten schwarzen Türchen der Downing Street 10 in London hat er am Montag gesagt: „Ich werde als Vorsitzender der Labour-Partei zurücktreten“. Das heißt: Er gibt den Parteivorsitz ab. Das Amt des Premierministers behält er aber noch, bis jemand Neues gewählt ist.

Warum macht er das? Ganz einfach: Die Leute in Großbritannien waren monatelang unzufrieden. In Umfragen, also wenn man viele Menschen fragt, wen sie gut finden, schnitt Starmer zuletzt extrem schlecht ab – sogar schlechter als je zuvor. Bei Wahlen im Mai hatte seine Partei viele Sitze in Stadt- und Regionalparlamenten verloren. Gleichzeitig traten wichtige Minister aus Protest zurück. Da blieb Starmer kaum etwas anderes übrig, als den Weg für jemand anderen frei zu machen.