Die Regierung des Kantons St. Gallen hat eine umstrittene Regel aus dem neuen Gesundheitsgesetz gestrichen, die Impfpflichten und hohe Bussen erlaubt hätte.

Stell dir vor, du müsstest dich impfen lassen, sonst droht eine Busse von bis zu 20'000 Franken. Genau das hätte im Kanton St. Gallen in extremen Krisen möglich werden können. Die Regierung wollte sich diese Macht im neuen Gesundheitsgesetz sichern. Doch viele Leute fanden das falsch. Sie gingen auf die Strasse, schrieben der Regierung und machten Druck. Sogar eine Gruppe mit Hellebarden marschierte durch St. Gallen, um zu zeigen, dass sie das nicht akzeptieren will.

Gesundheitsdirektor Bruno Damann gab zu, dass er unterschätzt hatte, wie sehr das Thema die Leute aufwühlt. Die Regierung bekam rund 2500 Rückmeldungen – ein neuer Rekord. Viele störten sich schon am Wort «Impfpflicht». Politiker von der SVP und der FDP sagten, so eine Entscheidung dürfe die Regierung nicht allein treffen. Die SP erinnerte daran, dass jede Impfung freiwillig sein muss. Am Ende sah die Regierung ein, dass ihr Plan im Parlament keine Chance hätte, und strich die Klausel.