Die EU-Außenminister haben sich gegen einen Sonderbeauftragten für Friedensgespräche mit Russland entschieden, weil sie zuerst eine gemeinsame Strategie festlegen wollen.

Stell dir vor, du planst eine wichtige Verhandlung, aber bevor du überhaupt weißt, was du erreichen willst, diskutieren alle nur darüber, wer das Gespräch führen soll. Genau das ist diese Woche auf einem Treffen der EU-Außenminister auf Zypern passiert.

Die Idee, einen eigenen Chefunterhändler für mögliche Friedensgespräche mit Russland zu ernennen, wurde erstmal auf Eis gelegt. Vor allem Deutschland und Schweden fanden das keine gute Idee. Die EU-Chefdiplomatin Kaja Kallas warnte sogar vor einer Falle: Russland wolle die EU nur dazu bringen, öffentlich über Namen zu streiten, damit sich der Kreml dann den für ihn bequemsten Kandidaten aussuchen kann.