Die EU lässt sich nicht von Russland vorschreiben, wer für sie verhandeln soll – und setzt stattdessen auf klare Regeln und starke Unterstützung für die Ukraine.
Stell dir vor, du willst dich mit jemandem versöhnen, aber die andere Person bestimmt, wer für dich sprechen darf. Genau das hat Russland versucht. Präsident Putin schlug einfach den früheren deutschen Kanzler Gerhard Schröder als Verhandler für Europa vor – einen Mann, der als enger Freund des Kremls gilt. Die EU-Außenminister haben bei ihrem Treffen auf Zypern sofort „Stopp“ gesagt. Die Außenbeauftragte Kaja Kallas nannte das eine „Falle, in die Russland uns locken will“. Die Botschaft ist klar: Europa entscheidet selbst, wer für Europa spricht.
Wer hilft hier, die Kontrolle zu behalten? Kaja Kallas und die Außenminister der EU-Länder. Sie haben die Personaldebatte beendet und gesagt: Zuerst müssen wir uns einig sein, was wir überhaupt erreichen wollen. Dazu gehören eine Waffenruhe ohne Bedingungen, der Abzug russischer Truppen aus der Ukraine und aus Ländern wie Georgien und Moldau und das Ende von Cyberangriffen und Sabotage. Gleichzeitig bereitet die EU schon das 21. Paket mit Wirtschaftssanktionen vor, um den Druck auf Russland zu erhöhen. Und sie unterstützt die Ukraine weiter mit Geld, Waffen und politischem Rückhalt.
Was kannst du tun? Auch wenn der Krieg weit weg ist, kannst du dich informieren und mitreden. Achte darauf, welche Nachrichten du teilst – Russland versucht auch mit Fake News und Propaganda, junge Leute zu beeinflussen. Sprich mit Freundinnen und Freunden oder in der Schule darüber, warum es wichtig ist, dass Länder sich an internationale Regeln halten. In ein paar Jahren wählst du vielleicht selbst Politiker, die über Krieg und Frieden entscheiden. Je besser du Bescheid weißt, desto klüger kannst du diese Entscheidung treffen.
