Ein berühmter Schachweltmeister hat in Wien gesagt: Russland denkt zu imperialistisch – die EU soll der Ukraine stärker helfen.
Kasparow ist einer der besten Schachspieler aller Zeiten. Am Samstag hat er auf einem Treffen liberaler Parteien in Wien (ALDE-Kongress) eine klare Botschaft gesendet: Die Ukraine braucht mehr Hilfe aus Europa, weil sie sich gegen den Angriffskrieg Russlands verteidigt. Kasparow sagte: „Die Ukraine leistet hier gute Arbeit. Helfen wir ihr mehr."
Kasparow sagt: Das eigentliche Problem liegt nicht nur bei Präsident Putin, sondern in den Köpfen vieler Menschen in Russland. Er nennt das den „imperialen Virus" – also eine imperialistische Denkweise, die seit langem dort verankert sei. Putin habe aus seiner Sicht kein Interesse, den Krieg zu beenden, weil er keinen Sieg vorweisen könne.
Auch über konkrete Maßnahmen hat Kasparow gesprochen: Rund 200 Milliarden Euro aus Russland liegen in Belgien auf eingefrorenen Konten. Er will, dass die EU dieses Geld für die Ukraine verwendet. Ein klares Zeichen wäre für ihn eine ukrainische Flagge in Sewastopol – einer Hafenstadt am Schwarzen Meer, die Russland 2014 für sich beansprucht hat. Das würde zeigen, dass das Imperium verloren ist und der Krieg keinen Sinn ergibt.
