In den USA hat auf dem Gelände des Weißen Hauses ein großes Kampfsport-Event begonnen, das genau auf den 80. Geburtstag von Präsident Donald Trump fällt.
Auf dem Rasen vor dem Weißen Haus wurde ein riesiger achteckiger Käfig aufgebaut, überdacht von einer gewaltigen Kuppel namens "The Claw". Dort treten Kämpfer der Mixed-Martial-Arts-Liga UFC gegeneinander an, also Vollkontakt-Kämpfe, bei denen Tritte, Schläge und Bodenkampf erlaubt sind. Die Veranstalter sagen, das Event sei Teil der Feiern zum 250. Geburtstag der USA am 4. Juli, Kritiker glauben, es geht vor allem um Trumps Geburtstag. In Deutschland war MMA früher so umstritten, dass es teils gar nicht im Fernsehen gezeigt werden durfte. Für den Sonntag werden im Park neben dem Weißen Haus über 120.000 Zuschauerinnen und Zuschauer erwartet, weshalb viele Straßen gesperrt sind.
Trump ist selbst ein bekennender UFC-Fan und gilt als Freund von UFC-Chef Dana White. White hatte Trump im Wahlkampf unterstützt. Im Frühjahr bekam Trump laut offiziellen Meldungen sogar Aktien des UFC-Mutterkonzerns im Wert von bis zu 50.000 Dollar. Kritiker sagen, mit dem Event auf dem Gelände des Präsidentensitzes vermische Trump Politik, Show und Werbung. Auch der Streamingdienst, der die Kämpfe überträgt, steht in der Kritik, weil er so neue Abonnenten gewinnen wolle. Eine Klage gegen die Veranstaltung wurde von einem Gericht abgewiesen.
