Im Bremer Jobcenter hat die Leitung einem Raum fast eine Million Euro ausgegeben – jetzt wurde der Chef entlassen.

Stell dir vor, du kaufst für deine WG ein Sofa und bezahlst dafür so viel wie für ein kleines Auto. Ungefähr so sieht es gerade im Bremer Jobcenter aus. Die Chefs dort haben einen sogenannten Kreativraum gebaut, also einen Raum, in dem sich Leute kreativ austauschen sollen. Designerstühle, schicke Tische, alles sehr teuer. Am Ende hat dieser eine Raum rund 906.000 Euro gekostet. Dazu kam ein zweiter Raum für ein Projekt für Frauen in der Arbeitswelt, der noch einmal 293.000 Euro gekostet hat. Zusammen sind das fast 1,2 Millionen Euro.

Wer bezahlt das eigentlich? Das Jobcenter ist eine Behörde, die Menschen hilft, die gerade keine Arbeit haben und Unterstützung brauchen. Das Geld dafür kommt von Steuern – also von allen, die in Deutschland arbeiten und Steuern zahlen. Deshalb schauen andere Behörden ganz genau hin, was mit dem Geld passiert. Für das Bremer Jobcenter ist die Bundesagentur für Arbeit zusammen mit der Stadt Bremen zuständig.