Eine große Metastudie hat untersucht, wie es Nachwuchsforschern geht – und das Ergebnis macht nachdenklich.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben 148 Studien zusammengetragen und insgesamt 138.446 Personen untersucht. Dabei kam heraus: Fast jeder dritte Nachwuchsforscher ist psychisch belastet. Die Daten stammen aus den Jahren 2018 bis 2024, wobei sehr viele im Jahr 2024, also im Nachgang zur Corona-Pandemie, veröffentlicht wurden. Betroffen sind vor allem Doktoranden – 134.600 von ihnen wurden untersucht. Etwa 60 Prozent der Befragten waren Frauen, im Durchschnitt waren sie 30,5 Jahre alt.

Die Studienleitung lag beim Postdoc-Forscher Aljoscha Dreisörner und Kollegen. Sie haben die Daten aus den verschiedensten wissenschaftlichen Fachrichtungen ausgewertet. So lässt sich besser einschätzen, ob das Problem nur ein einzelnes Fach oder die ganze Wissenschaft betrifft – und die Antwort ist klar: Es betrifft viele Bereiche.

Wenn du selbst im Studium oder in der Promotion bist und dich das beschäftigt: Du bist nicht allein. Viele Hochschulen bieten psychologische Beratung an, oft kostenlos und vertraulich. Studierendenwerke, Personalräte und gewerkschaftliche Beratungen sind weitere Anlaufstellen, die Unterstützung geben können.