Italien reagiert auf überfüllte Strände: Jesolo baut Liegeplätze ab, Punta Molentis schränkt den Zugang ein und Bibione setzt auf eine App.
Stell dir vor, du liegst am Strand und die Liege direkt neben dir fehlt – einfach mehr Platz. Genau das passiert gerade in Jesolo, einem beliebten Badeort an der Adria. Die Stadt vergrößert den Abstand zwischen den Sonnenschirmen von 3 mal 2 Meter auf 4 mal 4 Meter. Dadurch verschwinden rund 20.000 Liegeplätze. Klingt viel, ist aber Absicht: Weniger Gedränge, mehr Platz für alle.
Noch strenger geht es an der Bucht Punta Molentis auf der Insel Sardinien zu. Wer dort hinwill, muss vorher 10 Euro zahlen und online einen Platz reservieren. Sonnenschirme sind nur erlaubt, wenn du mit einem Kind unter zehn Jahren oder einer Person über 65 Jahren kommst. Alle anderen müssen ohne Schirm auskommen. Dünen, also kleine Sandhügel, dürfen nicht betreten werden, und Sand mitnehmen ist tabu. So will die Gemeinde die Natur schützen, weil es im letzten Jahr dort gebrannt hat.
