Italien hat seine Grenzkontrollen zu Spanien bis Mitte Oktober verlängert, weil weiterhin viele Menschen über Nordafrika nach Europa kommen.
Stell dir vor, du reist mit dem Zug von Spanien nach Italien – normalerweise geht das einfach so. Seit etwa einem Monat zeigt Italien aber an der Grenze öfter den Ausweis. Grund dafür ist die spanische Stadt Ceuta, die mitten in Nordafrika liegt. Dort sind in kurzer Zeit Tausende Menschen angekommen, viele von ihnen aus Ländern südlich der Sahara. Einige von ihnen wollten weiter nach Italien.
Italien hat deshalb entschieden: Die Kontrollen bleiben vorerst bis Mitte Oktober. So will die Regierung in Rom herausfinden, wer ohne gültige Papiere unterwegs ist, und gegen Schleuser vorgehen. Schleuser sind Menschen, die andere illegal über Grenzen bringen und dabei oft viel Geld verlangen.
Italien arbeitet dabei mit Spanien und der EU-Grenzschutzagentur Frontex zusammen. Frontex ist eine Art europäische Polizei für die Außengrenzen. Auch andere EU-Staaten führen gerade zeitweise Kontrollen innerhalb Europas durch, zum Beispiel Deutschland und Österreich. Das liegt am Schengen-System: Eigentlich kann man innerhalb vieler EU-Länder frei reisen, aber bei viel Andrang darf ein Land die Kontrollen vorübergehend wieder einführen.
