Forscher haben auf Satellitenbildern gesehen, dass der Iran offenbar Militäranlagen repariert – und internationale Kontrolleure streiten darüber, was das bedeutet.
Was ist passiert? Forschende in den USA haben in den vergangenen Wochen Satellitenbilder von einem iranischen Militärkomplex nahe der Hauptstadt Teheran ausgewertet. Auf den Bildern ist zu erkennen, dass dort Betonmischer und andere Geräte im Einsatz sind. Der Komplex war zu Beginn eines Krieges durch Luftangriffe der USA und Israels beschädigt worden. Jetzt wird er offensichtlich wieder aufgebaut. Der Iran hat sich in einem Abkommen mit den USA eigentlich verpflichtet, keine Atomwaffen zu entwickeln. Deshalb schauen Fachleute weltweit sehr genau hin, ob hinter den Reparaturen ein neues Waffenprogramm steckt.
Wer hilft? Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) ist die Organisation der Vereinten Nationen, die Atomprogramme in verschiedenen Ländern kontrolliert. Sie hat nach eigenen Angaben derzeit keine verdächtigen Aktivitäten an iranischen Atomanlagen festgestellt. Außerdem werten Forschungsinstitute wie das Institute for Science and International Security in Washington die Satellitenbilder aus und vergleichen sie mit älteren Aufnahmen. Regierungen, Diplomatinnen und Diplomaten sowie Journalistinnen und Journalisten versuchen herauszufinden, was an den Vorwürfen dran ist. So entsteht ein Netz aus internationaler Kontrolle, das verhindern soll, dass Atomwaffen heimlich gebaut werden.
