Beim WM-Auftakt in Los Angeles hat Iran 2:2 gegen Neuseeland gespielt – und das Stadion war ein Mix aus Party, Protest und Politik.

Was ist passiert? Irans erstes WM-Spiel fand in Inglewood bei Los Angeles statt. Neuseeland lag 0:2 vorne, doch Iran kämpfte sich zurück und glich zweimal aus. Am Ende stand es 2:2. Vor dem Spiel gab es Pfiffe bei der Hymne, im Stadion waren Flaggen von beiden Seiten zu sehen, und Ordner nahmen einige Flaggen sogar weg, weil die FIFA das so angeordnet hatte. In den Rängen hingen Banner mit politischen Botschaften, die auf Ereignisse in Iran hinwiesen. Rund 70.000 Menschen waren im Stadion, die Stimmung war laut und friedlich zugleich.

Wer hilft? Die Fans in Los Angeles sind die größte Unterstützung für die iranische Mannschaft. Kapitän Mehdi Taremi sagte, die Fans seien „unglaublich" gewesen, „über die gesamten 90 Minuten hinweg". Auch der iranische Trainer Amir Ghalenoei bedankte sich bei den Anhängern. Taremi erzählte außerdem, FIFA-Präsident Gianni Infantino sei nach dem Spiel in der Kabine gewesen und habe Hilfe versprochen. Das zeigt: Auch große Verbände können sich einschalten, wenn ein Team sich unfair behandelt fühlt.