Drei Monate nach dem Tod des iranischen Machthabers Ali Chamenei bereitet sich das Land auf ein riesiges Staatsbegräbnis vor – während eine neue Führung die Geschäfte übernimmt.
Ali Chamenei war über 36 Jahre lang der oberste Führer des Iran. Er starb Ende Februar bei Angriffen im Iran-Krieg. Eigentlich sollte sofort eine große Trauerfeier stattfinden, aber die Regierung verschob sie, weil sie Millionen von Trauernden erwartete und erst die nötige Infrastruktur schaffen wollte. Jetzt, wo eine Waffenruhe gilt, laufen die Vorbereitungen wieder.
Nach Chameneis Tod wählte ein mächtiges Gremium, der Expertenrat, seinen Sohn Modschtaba zum Nachfolger. Der 56-Jährige zeigt sich nicht in der Öffentlichkeit, sondern lässt nur Botschaften verlesen. Gleichzeitig gibt es Menschen in Teheran, die sagen, er denke über soziale Reformen nach, um neue Proteste zu verhindern. Auch andere Länder verhandeln mit dem Iran über eine dauerhafte Waffenruhe – das zeigt, dass es Wege aus der Krise geben kann.
