Ein berühmter Filmemacher muss in Iran für ein Jahr ins Gefängnis, weil er Proteste unterstützt hat.

Was ist passiert? Jafar Panahi ist ein Regisseur, der Filme macht, die in der ganzen Welt gezeigt werden. Sein letzter Film "Ein einfacher Unfall" hat 2025 sogar die Goldene Palme in Cannes gewonnen, das ist einer der wichtigsten Filmpreise der Welt. Trotzdem hat ein Gericht in Iran entschieden, dass er ein Jahr lang ins Gefängnis muss. Das Gericht wirft ihm vor, "Propaganda gegen das System" gemacht zu haben, weil er die Proteste im Iran unterstützt hat, vor allem die Frauenbewegung von 2022. Sein Anwalt Mostafa Nili hat Berufung eingelegt, aber das Gericht hat den Einspruch abgelehnt. Das Urteil ist jetzt rechtskräftig. Panahi darf außerdem zwei Jahre lang nicht aus Iran ausreisen und darf keiner politischen oder sozialen Gruppe beitreten.

Wer hilft? Auf der ganzen Welt haben Filmschaffende, Festivals und Menschenrechtsorganisationen Panahi unterstützt. Die Goldene Palme in Cannes war auch ein Zeichen der Solidarität, weil dort klar wurde, dass Panahi international als großer Künstler anerkannt wird, obwohl er im Iran Probleme bekommt. Auch sein Anwalt Mostafa Nili kämpft weiter für ihn und prüft, welche rechtlichen Wege es noch gibt. Journalistinnen und Journalisten berichten über den Fall, damit die Weltöffentlichkeit erfährt, was mit Panahi passiert.